Nokia senkt Umsatzerwartungen für das 3. Quartal

10. September 2002, 14:21
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Auf 7,1 bis 7,4 statt bisher 7,2 bis 7,6 Milliarden Euro - Gewinnerwartungen bleiben aufrecht

Der weltweit größte Handyhersteller Nokia hat angesichts der schwachen Nachfrage nach mobiler Netzwerkausrüstung seine Umsatzprognose für das dritte Quartal gesenkt. Gestützt von der Markteinführung neuer Handymodelle halte das Unternehmen seine Gewinnerwartungen aber aufrecht, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Weltweit schleppenden Nachfrage

Der finnische Konzern, der im Durchschnitt eines von weltweit drei verkauften Handys herstellt, leidet ebenso wie seine Konkurrenten Motorola und Ericsson an der weltweit schleppenden Nachfrage nach Mobilfunkgeräten. Die Aktien von Nokia gaben zeitweise nach.

Stillstand

Für das dritte Quartal 2002 erwartet der finnische Konzern nunmehr einen Netto-Umsatz von 7,1 bis 7,4 Mrd. Euro. Zuvor was das Unternehmen noch von einem Umsatz in einer Spanne von 7,2 bis 7,6 Mrd. Euro ausgegangen. Im dritten Quartal 2001 erzielte Nokia einen Umsatz von 7,05 Mrd. Euro. Mit einem erwarteten Umsatzeinbruch von fünf Prozent im Jahresvergleich stellt die Netzwerk-Sparte die Schwachstelle des Unternehmens dar. Weltweit leidet die Branche unter einem Stillstand der Investitionsausgaben für Netzwerk-Ausrüstung in der Telekomindustrie.

Die Prognose über einen Gewinn je Aktie von 0,15 bis 0,17 Euro hielt Nokia unterdessen bei und begründete dies mit der Rekordzahl neu eingeführter Modelle, darunter auch Handys mit Farbbildschirmen oder integrierten Fotoapparaten. Zudem zeigten Sparmaßnahmen wie Kündigungen und Auslagerungen von Unternehmensbereichen erste Erfolge. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Nokia einen Gewinn je Aktie von 0,16 Euro. Für das Gesamtjahr 2002 rechnet Nokia weiterhin weltweit mit einem Absatz von 400 Mill. Mobiltelefonen.(APA/Reuters)

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