US-Staatssekretär: Budgetdefizit langfristig eine Herausforderung

10. September 2002, 12:06
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Aktuelle Defizitquote beträgt 1,5 bis zwei Prozent

New York - Das US-Finanzministerium hat nach den Worten von Staatssekretär Peter Fisher gegenwärtig keine Schwierigkeiten bei der Finanzierung des Haushaltsdefizits. In einem Interview mit MSNBC sagte Fisher am Montag, gegenwärtig liege das Defizit bei 1,5 bis 2,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dies sei kurzfristig kein Problem. Langfristig sei es allerdings ein Herausforderung. Zur Frage der Einführung sogenannter "War-Bonds" sagte Fisher, der bisher erkennbare Finanzierungsbedarf könne mit den vorhandenen Instrumenten gedeckt werden.

Allerdings fügte er hinzu, das Finanzministerium sei immer auf der Suche nach Möglichkeiten der Finanzierung und nach Anlageinstrumenten. Vehikeln. Die Stabilität des US-Bankensystems sieht Fisher durch die Schocks, denen die US-Wirtschaft ausgesetzt war, nicht gefährdet. Die Banken seien vor der Rezession und den Terroranschlägen vom 11. September gut kapitalisiert gewesen. Einen Teil des Kapitalpolsters habe das Bankensystem nun allerdings aufgebraucht.

Auch bezüglich der Versicherungswirtschaft zeigte sich Fisher zuversichtlich. Erstmals seien in der gegenwärtigen Erholungsphase nach einer Rezession hochentwickelte Options- und Derivat-Swapmärkte vorhanden. Daher würden die Kapitalstrukturen der Wirtschaft und des Finanzsektors besser abgesichert. (APA/vwd)

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