Viren-Versender sind für User Kriminelle

10. September 2002, 10:47
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60 Prozent schon Erfahrungen mit virtuellen Angriffen

Das Versenden von Viren ist für 86 Prozent der Internet-Nutzer eine kriminelle Handlung, die härter bestraft werden sollte. Lediglich fünf Prozent sehen darin ein Kavaliersdelikt. Das geht aus einer im August 2002 unter 4.120 Usern durchgeführten Online-Umfrage des Marktforschers marketagent.com hervor. Demnach haben bereits knapp 60 Prozent der Befragten Erfahrungen mit Computerviren gemacht. Als Folge dieser unerfreulichen Erlebnisse wird auf mehr Vorsicht beim Online-Verhalten gesetzt. Allerdings können Nimda, klez & Co den Usern das Internet als Quelle zahlreicher Daten nicht vermiesen. Nur drei Prozent verzichten vollständig auf den Online-Download.

Ungläubig

Obwohl 42 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass ein wirkungsvoller Virenschutz nicht möglich ist, haben 85 Prozent eine Anti-Viren-Software installiert. 63 Prozent führen regelmäßige Viren-Scans durch, jeweils 46 Prozent sind vorsichtiger beim Download bzw. Öffnen keine E-Mails von unbekannten Absendern. Weitere Vorsichtsmaßnahmen sind das Lesen von aktuellen Viren-Warnungen (40,3 Prozent) sowie das eingeschränkte Öffnen bestimmter Datei-Formate (31,6 Prozent).

Attacke!

Wenn alle Sicherheitsnetze reißen und der eigene PC von Viren attackiert wird, versuchen sechs von zehn Usern das Problem selbst zu lösen. Scheitern die Befragten an dieser Aufgabe sind Freunde und Bekannte (53,5 Prozent) die erste Adresse für ein Hilfegesuch. Danach folgt das Internet (42,5 Prozent), Experten und Fachmänner (35,7 Prozent) und Arbeitskollegen (22,8 Prozent). Computer-Notdienste (9,2 Prozent) und Telefon-Hotlines (10,8 Prozent) sind kaum gefragt. 87 Prozent der User sind der Meinung, die Zahl der Viren-Attacken habe in den vergangenen beiden Jahren zugenommen. 83 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die Umsetzung der Viren "zunehmend trickreicher und heimtückischer" wird. (pte)

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