HP schmeißt Open Source Guru hinaus

10. September 2002, 12:21
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Bruce Perens wegen Angriffen gegen Microsoft gefeuert – Merger mit Compaq brachte das Ende

Der Computerhersteller Hewlett Packard (HP) hat nach einem Bericht der New York Times den Open Source Evangelisten und ehemaligen Debian Projektleiter hinausgeworfen. Perens arbeitete zwei Jahre lang bei HP als führender Berater für strategische Fragen in Bezug auf Open Source. Sein jetziger Hinauswurf erfolgte offensichtlich aufgrund seines Aktivismus gegen den Softwarehersteller Microsoft, Perens hatte immer wieder gegenüber Kunden sehr offen auf die Vorteile von Open Source Software hingewiesen, erst vor kurzem hatte er einer Kampagne zur Unterstützung von Microsoft-Produkten in der öffentlichen Verwaltung eine eigene Initiative entgegengestellt.

Merger

Bei Beginn seiner Anstellung für HP wurde Perens völlige Redefreiheit zugesichert, nach eigenen Angaben, habe es auch lange keinerlei Einschränkungen in diese Richtung gegeben. Mit der Fusion mit Compaq habe sich die Situation aber drastisch geändert: Der gemeinsame Konzern war nun plötzlich weltweit der größte Wiederverkäufer von Microsoft-Produkten, die Abhängigkeit von dem Softwareriesen aus Redmond stieg rasant an, und mit ihr auch der Druck auf Perens, seine Aktivitäten und Äußerungen einzustellen. Einer Forderung, der er sich weigerte nachzukommen, was nun zu seiner Kündigung führte. (red)

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