Litauen: Smog nach Torfbränden

10. September 2002, 10:04
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Regierung beschließt Krisenplan

Vilnius - Anhaltende Torfbrände haben zu gefährlichem Smog in Litauen geführt. Nach offiziellen Angaben vom Dienstag wurden die Grenzwerte für Rußpartikel in der Luft um das bis zu vierfache überschritten. Die Regierung in Vilnius beschloss am Montagabend nach einer Krisensitzung, zur Feuerbekämpfung auch die Armee einzusetzen. Viele Einwohner bewegen sich mit Mundschutz auf den Straßen. Im Radio hieß es, Kinder, Betagte und Menschen mit Atemwegproblemen sollten möglichst in geschlossen Räumen bleiben.

Die teilweise unterirdischen Torffeuer haben sich in dem baltischen Land in den vergangenen drei Wochen auf rund 70 Orte ausgebreitet. Sie entstanden durch Dürre. Ausbleibender Regen erschwert die Bekämpfung. Ministerpräsident Algirdas Brazauskas rief auch Privatunternehmen auf, Hilfsmaschinen zur Verfügung zu stellen. Krankenhäuser meldeten nach Zeitungsangaben massive Zunahmen von Asthma-Fällen. (APA/dpa)

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