Grüne schließen baldige grün-schwarze Koalition aus

10. September 2002, 10:06
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... langfristig jedoch möglich - Van der Bellen wirbt für "spannende Variante Rot-Grün"

Wien (APA) - Nach möglichen Neuwahlen gibt es aus Sicht der Grünen zwei Alternativen: Einmal den Rückschritt in eine "große, starre Koalition" oder die "spannende Variante Rot- Grün". Das erklärte am Montag der Grüne Bundessprecher Van der Bellen. Eine grün-schwarze Koalition schloss Van der Bellen für die nächste Legislaturperiode aus. Schließlich müsse die ÖVP die Konsequenzen aus einer Regierungsbeteiligung der FPÖ ziehen.

Langfristig sei eine Koalition mit der Volkspartei jedoch möglich. Dies deshalb, weil es in vielen Bereichen mit der ÖVP mehr Gemeinsamkeiten gebe als mit der SPÖ. Wenn sich die ÖVP wieder auf ihre christlichsozialen Werte besinne, könne es in Zukunft auch eine grün-schwarze Regierungsvariante geben, stellte Van der Bellen fest.

Die Chancen für die Grünen stünden bei baldigen Wahlen sehr gut, meinte Van der Bellen, der aber immer noch nicht aufatmen könne. Denn erst wenn Bundeskanzler Schüssel ausgesprochen habe, dass die blau- schwarze Regierung beendet sei und demnächst Neuwahlen kommen, könne er wieder frei aufatmen. Eine Fortsetzung der Koalition mit dieser FPÖ ist für Van der Bellen jedenalls völlig undenkbar.

Der Grünen-Chef forderte die Regierungsparteien noch einmal auf, den Vertrag über den Ankauf der Abfangjäger jetzt nicht mehr zu unterzeichnen. Wenn "eine Regierung im Koma liege", könne eine derartige Entscheidung nicht mehr getroffen werden. (APA)

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    Van der Bellen wirbt für die "spannende Variante Rot-Grün"

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