Service Pack für Windows XP und Internet Explorer offiziell bereit gestellt

10. September 2002, 11:57
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Microsoft bietet Update für sein aktuelles Betriebssystem und seinen Browser zum Download an

Der Softwarekonzern Microsoft hat nun offiziell seine Service Packs für das Betriebssystem Windows XP und den Internet Explorer zum Download bereit gestellt.

Features und Download

Einen Überblick über die Features der Service Packs findet sich im Microsoft Technet. Der Service Pack 1 für Windows XP soll laut Hersteller mehr Zuverlässigkeit, Kompatibilität und Sicherheit bieten. Anwender können nun auch die so genannte "Middleware" – Zusatzsoftware wie etwa den Windows Media Player oder den Internet Explorer – entfernen und durch Software von Drittanbietern ersetzen. Auch die Programmiersprache Java kehrt zu Windows zurück. Das Service Pack 1 ist allerdings so konzipiert, dass illegale Raubkopien des Betriebssystem aufgespürt und von Updates ausgeschlossen werden können (der WebStandard berichtete). Unter dem angegeben Link findet sich auch die Bestelladresse für die Windows XP-Service Pack1-Update-CD, die kostenlos von Microsoft bezogen werden kann.

Der Internet Explorer

Das Service Pack für den Internet Explorer enthält alle bislang veröffentlichten Patches und Updates für den Microsoft Browser. Ebenfalls integriert wurden einfache Datenschutztools, die Anwendern eine Steigerung der Sicherheit bringen sollen. Mit dem Service Pack wird es nun auch eine Unterstützung für Dokumentobjektmodell (DOM), Stufe 1, und Cascading Stylesheets (CSS), Stufe 1 geben.

Auflagen aus Anti-Kartellprozess erfüllen

Mit dem ersten Update für das neue Betriebssystem wolle der US-Konzern Sicherheitslücken schließen und berücksichtige bereits vorab mögliche gerichtliche Auflagen aus dem Anti-Kartellprozess, berichten US-Medien.

Der Softwareriese hatte bereits vor einem endgültigen Urteil im Kartellrechtsprozess angekündigt, einige der vorgeschlagenen Auflagen erfüllen zu wollen. Microsoft habe sich zwar mit der US-Bundesregierung geeinigt, doch neun Bundesstaaten sei die Einigung nicht weit genug gegangen und klagten deshalb. Sie werfen Microsoft vor, seine Monopolstellung auszunutzen, um Konkurrenten aus dem Markt zu drängen.

Die Sicherheitsinitiative

Die Aktualisierung gilt außerdem als weiterer Schritt im Zuge der Sicherheitsinitiative des Softwarekonzerns. Microsoft-Gründer Bill Gates hatte Anfang des Jahres seinen Mitarbeitern in einer E-Mail angekündigt, dass nicht mehr viele neue Programmfunktionen, sondern Sicherheit oberste Priorität bei Microsoft genieße.

Das Update "Service Pack 1" erkenne Raubkopien und fordere Besitzer einer illegalen XP-Version in einer Dialogbox auf, das "Anti-Piracy-Team" von Microsoft zu kontaktieren, berichtet die Computerzeitschrift "PC Welt". Daraufhin breche die Installation ab. Die Windows-Update-Funktion werde deaktiviert.(APA/red)

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