Milizführer greift Khost im Osten Afghanistans an

10. September 2002, 09:13
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Provinzregierung spricht von schweren Kämpfen

Islamabad - Ein Milizenführer im Osten Afghanistans hat seine Drohung wahrgemacht und die Stadt Khost angegriffen. Pascha Khan Sadran rückte am Dienstag mit seinen Kämpfern von Westen her vor, nachdem er die Stadt in der Nacht mit Granaten beschossen hatte. "Schwere Kämpfe wüten an der Front, beide Seiten setzen Raketen und Granaten ein", sagte ein Sprecher der Provinzregierung. Das berichtete die in Pakistan ansässige afghanische Presseagentur AIP.

Der von Präsident Hamid Karzai eingesetzte Gouverneur Mohammed Hakim Taniwal und seine Miliz leisteten Sadran Widerstand. Sadran verlangt von Karzai, als Gouverneur eingesetzt zu werden. Bis Montag waren bei den Kämpfen 15 Menschen getötet worden. In der Nähe von Khost sind US-Truppen stationiert. In der gleichnamigen Provinz werden Reste der Taliban und der El Kaida vermutet.

Im Grenzgebiet zu Pakistan leitete die US-Armee eine größere Operation ein, um Kämpfer der El-Kaida-Organisation des moslemischen Extremisten Osama bin Laden aufzuspüren. Ein US-Armeesprecher sagte am Montagabend auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram, Einheiten der 82. Luftlandedivision würden im Bermal-Tal in der Provinz Paktia unter dem Codenamen "Champion Strike" umfangreiche Operationen vornehmen. Genauere Angaben zum Einsatzziel machte er nicht. Es seien aber bereits einige Waffenlager entdeckt worden.(APA/dpa/Reuters)

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