ÖVP und FPÖ halten sich alle Koalitionsoptionen offen

9. September 2002, 22:22
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SPÖ schließt Zusammenarbeit mit FPÖ aus - Grüne wollen nur mit SPÖ koalieren

Wien - Der Wahlkampf hat begonnen: am frühen Nachmittag kündigte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel Neuwahlen an, am Abend lieferten sich SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures, die Generalsekretäre von FPÖ und ÖVP, Karl Schweitzer und Maria Rauch-Kallat sowie Grünen-Sozialsprecher Karl Öllinger bereits im ORF eine erste TV-Konfrontation. Während sich ÖVP und FPÖ dabei alle Koalitionsoptionen offen hielten, schloss die SPÖ erwartungsgemäß eine Zusammenarbeit mit der FPÖ aus, die Grünen können sich überhaupt nur eine Regierungsbeteiligung bei Rot-Grün vorstellen.

Ziele der Parteien

Die Ziele der Parteien: die ÖVP will führende Kraft werden, führte Rauch-Kallat aus. Dann wäre mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel auch in den nächsten Jahren eine klare und starke Führung gesichert. Schweitzer wiederum hielt fest, das Land brauche die FPÖ auch in Hinkunft. Die in den vergangenen Jahren erreichten Meilensteine gebe es nur, weil es die FPÖ gegeben habe. Es sei nun nötig, den Österreichern klar zu machen, dass es die FPÖ gebraucht habe, um Bewegung hervorzurufen.

"Mühlstein auf dem Tisch"

Bures betonte, in der Wahlauseinandersetzung gehe es darum, die SPÖ zu stärken und aufzuzeigen, "dass wir eine andere Politik machen" als es in den vergangenen zweieinhalb Jahren der Fall gewesen sei. Einmal mehr prangerte Bures dabei den Belastungskurs von schwarz-blau an. Öllinger betonte, seitens der Grünen sei beides möglich - Opposition wie Regieren. Er kritisierte zudem die Entscheidung der noch amtierenden Regierung an, Abfangjäger anzukaufen. Dieser "Meilenstein" liege dann als "Mühlstein auf dem Tisch". (APA)

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