National Roaming

9. September 2002, 20:14
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Um den beiden neuen UMTS-Handy-Konzessions nehmern Hutchison und Telefónica im ohnehin gesättigten heimischen Mobilfunkmarkt einen früheren Start zu ermöglichen, wurde bei der Konzessionsvergabe im Herbst 2000 vorgesorgt. Die entsprechende Auflage heißt "National Roaming". Die- se verpflichtet die beste- henden GSM-Betreiber (A1 Mobilkom, T-Mobile, One - Connect Austria und Tele.ring), ihre GSM-Frequenzen den neuen Anbietern maximal vier Jahre zur Verfügung zu stellen. Sie müssen dies nicht gratis tun, sondern dürfen ein "angemessenes Entgelt" verlangen.

Falls keine freiwillige Einigung erzielt wird, verordnet der Regulator eine entsprechende Übereinkunft, bei der Preis und Bedingungen festgelegt werden. Newcomer dürfen nur die Bereitstellung jener Dienste verlangen, die der Roaming-Partner auch seinen eigenen Kunden anbietet. Die Einführung neuer Dienste kann also nicht erzwungen werden.

Diese Mitbenutzung von Funkfrequenzen bzw. Infrastruktur erspart übrigens nicht den Aufbau eigener Netze: Ende 2003 muss jeder UMTS-Betreiber 25 Prozent der Bevölkerung selbst versorgen können, Ende 2005 mindestens 50 Prozent. (ung, DER STANDARD, Printausgabe 10.9.2002)

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