Volksbanken in Slowenien betrogen

9. September 2002, 16:44
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Neun Millionen Euro Schaden

Wien/Laibach - In ihrer Tochterbank in Slowenien (Laibach) muss sich die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) mit einem der spektakulärsten Fälle von Wirtschaftskriminalität in diesem Land herumschlagen. Vor rund einem Jahr war ein groß angelegter Betrug aufgedeckt worden. Zwei ehemalige leitende Angestellte im Zahlungsverkehr der ÖVAG-Tochter in Slowenien hatten mit einem örtlichen Unternehmer - einem einst "dominierenden Kunden" - jahrelang gemeinsame Sache gemacht, Gelder an der Bank vorbei geleitet. Jetzt stehen die drei mutmaßlichen Betrüger in Laibach vor Gericht. Die ÖVAG selbst hat Zivilklage eingebracht, macht Schadenersatz geltend. Ernst Ahammer von der ÖVAG in Wien bestätigte am Montagnachmittag, dass die Schadenssumme 9 Mill. Euro beträgt.

"Eine tragische Geschichte"

"Eine tragische Geschichte", wie Ahammer resümiert. Unmittelbar nach Auffliegen der Malversationen - durch eine Revision vor Ort - hat die Wiener Mutterbank in der Tochter in Laibach auch Vorstände gefeuert. Die Schäden seien voll wertberichtigt worden, ein Verlust (in der Bilanz) sei der slowenischen Tochterbank daraus jedoch nicht erwachsen, sagte Ahammer. Man habe auf Grund des Vorfalls jedoch "weniger verdient." (APA)

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