Magna-Steyr liefert Getriebe für neue Mercedes Allrad-Modelle

9. September 2002, 17:06
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Keine kompletter Fahrzeugbau in Graz wie bei E-Klasse

Wien - Der Grazer Autozulieferer Magna-Steyr, der die Allradversion der Mercedes E-Klasse in Graz baut, liefert nun auch Getriebe für die neuen Allradmodelle der S- und C-Klasse von Mercedes, teilte Magna Steyr am Montag mit. Das 4MATIC-Allradsystem, das in Lanach und Ilz (beide Steiermark) produziert wird, wird nach Sindelfingen (S-Klasse) bzw. Bremen (C-Klasse) geliefert.

Über den Umfang des Auftrags wahrte Magna Steyr mit Verweis auf den Auftraggeber Stillschweigen. Magna Steyr werde im Fall der S- und C-Klasse auch für die Beschaffung und die Logistik jener allradspezifischen Beuteile verantwortlich sein, die man nicht selbst herstelle, hieß es.

Vertrag bereits seit zwei Jahren

Die bereits laufenden Lieferungen für Mercedes gehen auf einen im Jänner 2000 geschlossenen, aber bisher nicht kommunizierten Kooperationsvertrag zurück, in dem Magna Steyr als Systempartner mit der Entwicklung und kompletten Fahrzeugfertigung der 4MATIC-Modelle der neuen E-Klasse (Baureihe 211) betraut wurde. Zusätzlich wurde das Unternehmen aber auch mit der entwicklungstechnischen Anpassung der 4MATIC an die S-Klasse und die C-Klasse sowie mit der Fertigung wesentlicher Bauteile des Allradsystems beauftragt.

Auf dem Gebiet der Allrad- und Geländefahrzeugtechnik hat die Zusammenarbeit zwischen DaimlerChrysler und Magna Steyr eine bereits lange Tradition. Das erste große Allrad-Gemeinschaftsprojekt von DaimlerChrysler und Magna Steyr (bzw. von deren Vorgängern) galt dem Geländewagenklassiker der Mercedes-Benz G-Klasse, der nach der gemeinsamen Entwicklung seit 1979 in Graz (Österreich) gebaut wird. Rund 160.000 G-Modelle rollten bisher vom Band.

Seit Ende 1996 wird die E-Klasse 4MATIC in Graz in Serie gebaut. Seither wurden dort rund 72.000 Fahrzeuge hergestellt. Der gesamte Lieferumfang für die S- und C-Klasse beträgt laut Magna-Steyr pro Fahrzeug rund 280 Bauteile. Magna Steyr müsse vertragsgemäß dafür sorgen, dass diese termingerecht und fertigungsoptimiert für die Montage in den Werken Sindelfingen und Bremen bereitgestellt würden, hieß es.(APA)

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