Stoiber sieht "außerordentliche Gemeinsamkeiten" mit FDP

9. September 2002, 15:09
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Schröder nennt 18-Prozent-Ziel "ein bisschen lächerlich"

Berlin - Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) hat nach dem FDP-Parteitag große Gemeinsamkeiten der Liberalen mit der Union festgestellt. Die FDP habe sieben Punkte genannt, "die im Wesentlichen mit unseren Schwerpunkten übereinstimmen", sagte Stoiber am Montag in Berlin. Als Beispiele nannte er die Themen Steuern und Arbeitsmarktpolitik. "Aus diesen Schwerpunkten ergeben sich außerordentliche Gemeinsamkeiten", betonte er. Stoiber hatte wiederholt ein klares Bekenntnis der Liberalen zu einer schwarz-gelben Koalition gefordert.

Die FDP blieb auch am Sonntag bei ihrer Haltung, ohne Koalitionsaussage in die Wahl zu gehen. Gleichzeitig stellte sie ihre Bedingungen für eine Zusammenarbeit mit der Union oder der SPD. Wichtige Punkte sind dabei ein gerechteres Steuersystem, ein flexiblerer Arbeitsmarkt und mehr Investitionen in Bildung und Forschung.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagte in Berlin, die FDP habe sich mit ihrem Wahlziel von 18 Prozent der Stimmen "ein bisschen lächerlich" gemacht. Die Liberalen könnten froh sein, wenn sie acht Prozent erzielten. Sowohl für die großen Parteien als auch für FDP und Grüne sagte Schröder bei der Wahl am 22. September ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus.(APA)

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