Durchbricht Netze und Provider, legt Firewalls lahm ...

9. September 2002, 14:35
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Der Computervirus. Weltweit hat er 60 Prozent der Internet-User gequält

Wien - Nimda, happy99, iloveyou, klez - diese Viren wurden durch die intensive Nutzung von eMail und Internet zur Nachrichtenübermittlung in rasender Geschwindigkeit weltweit verbreitet. Firmennetzwerke und Provider werden lahm gelegt, private Firewalls werden durchbrochen, wichtige Daten zerstört. 60 Prozent der Internet-User waren laut einer Untersuchung bereits davon betroffen, hieß es heute, Montag, in einer Aussendung von marketagent.com.

4.120 Internet-User wurden im August online von marketagent.com befragt so Geschäftsführer Thomas Schwabl. Nur rund vier von zehn web-aktiven Personen blieb die unangenehme Erfahrung mit Viren bisher erspart. Nur 53 Prozent der Frauen "erwischte" es, aber 64,3 Prozent der männlichen User hatten schon Probleme mit Viren.

Anti-Viren-Software installiert

85 Prozent der Befragten haben eine Anti-Viren-Software installiert, 63 Prozent führen regelmäßig Viren-Scans durch, berichtete Schwabl. 46 Prozent der User sind zunehmend vorsichtiger beim Download aus dem Internet. Ebenso viele Benutzer öffnen keine eMails von unbekannten Absendern. Nur rund drei von 100 Personen verzichten vollständig auf den Download.

Laut Schwabl würden rund 62 Prozent der Befragten im Falle einer Virus-Infektion versuchen, das Problem selbst zu lösen. Auch Freunde und Bekannte sind beliebt (53,5 Prozent), das Internet befragen 42,5 Prozent, immerhin 35,7 wenden sich an Experten und Fachleute.

Kriminell

Das Versenden von Viren wird laut der Untersuchung von 86 Prozent der virtuellen Gemeinde als kriminelle Handlung bewertet. Nur etwa fünf Prozent sehen darin einen Kavaliersdelikt. Sieben von zehn Internet-Usern wünschen sich härtere Bestrafung und umfassendere internationale Gesetze.

39 Prozent der Umfrageteilnehmer vertrauen auf die Leistungsfähigkeit der Anti-Viren-Software, sie fühlen sich gegen ein Infektion des Rechners geschützt. Rund 42 Prozent rechnen, dass ein wirkungsvoller Schutz nicht möglich ist. Immerhin 16 Prozent glauben, dass die User zumindest eine Teilschuld an einer Virus-Infektion haben. (APA)

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