Nationalratswahl 1999 brachte der FPÖ historischen Erfolg

9. September 2002, 14:33
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Um 415 Stimmen vor der ÖVP auf Platz zwei

Wien - Äußerst positiv begonnen hat für die FPÖ, was jetzt nach dem Machtkampf zwischen Jörg Haider und Susanne Riess-Passer aller Voraussicht nach in vorgezogenen Neuwahlen endet: Die Nationalratswahl am 3. Oktober 1999 bescherte den Freiheitlichen einen historischen Erfolg. Erstmals in ihrer Geschichte wurde sie zweitstärkste Kraft im Nationalrat. Und die ÖVP entschloss sich zum Wechsel des Koalitionspartners - womit die FPÖ nach 13 Jahren auf der Oppositionsbank wieder in die Regierung einziehen konnte.

Knapp, um 415 Stimmen, konnte die FPÖ bei der Wahl die ÖVP überrunden. Die FPÖ zählte 1,244.087 Wähler, die ÖVP 1,243.672. Beide kamen damit auf 26,91 Prozent und 52 Mandate im Nationalrat. Die ÖVP verlor gegenüber 1995 1,38 Prozentpunkte, die FPÖ gewann 5,02 Prozentpunkte.

Großer Verlierer des 3. Oktober 1999 war die SPÖ: Sie blieb zwar stimmenstärkste Partei, fuhr aber mit 33,15 Prozent bzw. 65 Mandaten ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten ein. Das waren um 4,91 Prozentpunkte bzw. sechs Mandate weniger als 1995.

Die Grünen legten um 2,59 Prozentpunkte auf 7,40 Prozent zu, sie errangen 14 (1995: neun) Mandate. Das Liberale Forum (LIF), das sich 1993 von der FPÖ abgespalten hatte, schaffte den Wiedereinzug in den Nationalrat nicht mehr: Die Heide-Schmidt-Partei scheiterte mit 3,65 Prozent an der Vier-Prozent-Hürde.

Weiters angetreten waren bei der Wahl 1999: KPÖ 0,48 Prozent, Die Unabhängigen - Liste Lugner 1,02 Prozent, die Liste "Nein zu NATO und EU" 0,42 Prozent sowie die Christliche Wählergemeinschaft 0,07 Prozent. (APA)

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