Rebellen in Uganda töten zehn Soldaten und entführen 80 Dorfbewohner

9. September 2002, 14:11
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Militärischer Versorgungskonvoi überfallen

Kampala - Rebellen haben im Norden Ugandas zehn Regierungssoldaten getötet und mindestens 80 Dorfbewohner entführt. Wie ein Militärsprecher am Montag in der nordugandischen Stadt Lira sagte, überfielen die Milizkämpfer der "Widerstandsarmee des Herrn" (LRA) am Vortag einen militärischen Versorgungskonvoi nahe dem Handelszentrum Corner Kilak, rund 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Kampala.

Mehrere Menschen seien verletzt worden, sagte Armeesprecher Charles Arago. Am selben Tag hätten die Milizkämpfer das nahe gelegene Dorf Kuleku sowie das Handelszentrum Olilim gestürmt. Zahlreiche Hütten wurden niedergebrannt und Teile der Orte verwüstet. Die LRA bekämpft vom Norden Ugandas und Südsudan aus seit Jahren die ugandische Regierung von Präsident Yoweri Museveni.

Die Guerillas ziehen marodierend durch die Dörfer, um die Bevölkerung zu terrorisieren. Nach Informationen des UNO-Kinderhilfswerks UNICEF entführten sie bislang etwa 10 000 Kinder. Sie dienen den Buschkämpfern als Soldaten oder werden sexuell missbraucht.(APA/dpa)

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