Regierungsbeteiligung bescherte der FPÖ Wahlverluste

9. September 2002, 14:09
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In Umfragen zuletzt noch knapp 20 Prozent

Wien - Kein Glück brachte der FPÖ ihre Regierungsbeteiligung auch bei den Wahlen. Bei den Nationalratswahlen am 3. Oktober 1999 gelang ihr noch ein historischer Wahlsieg, erstmals wurde sie (knapp) zweitstärkste Kraft. Mit der Angelobung der freiheitlichen Regierungsmannschaft im Februar 2000 und dem Wechsel von Jörg Haider zu Susanne Riess-Passer ging es dann aber bergab: Bei keiner einzigen Wahl seither konnten die Freiheitlichen zulegen. In den Umfragen kamen sie an die 26,9 Prozent der NR-Wahl nicht mehr heran, zuletzt ließ sie der öffentliche Machtkampf auf unter 20 Prozent fallen.

Die ersten Urnengänge nach der "Wende" waren im Jahr 2000 Gemeinderatswahlen in der Steiermark, Niederösterreich und Vorarlberg. Dass dort im Gesamtergebnis mitunter doch ein leichtes Plus für die FPÖ ausgewiesen wurde, lag daran, dass sie in mehr Gemeinden als früher kandidiert hatte. Deutliche Einbrüche setzte es im selben Jahr auch bei den Arbeiterkammer- und Wirtschaftskammerwahlen.

Teils sehr deutlich fiel die Abfuhr für die Freiheitlichen bei den Landtagswahlen Ende 2000 und 2001 aus - und zwar trotz teils intensivem Wahlkampfengagements Jörg Haiders: In der Steiermark musste am 15. Oktober 2000 ein Rückgang um 4,7 Prozentpunkte auf 12,4 Prozent hingenommen werden, am 3. Dezember 2000 in Burgenland einer um 1,9 Prozentpunkte auf 12,6 Prozent. Am 25. März 2001 kam es in Wien zu einem Einbruch um 7,8 Prozentpunkte auf 20,2 Prozent. (APA)

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