RCB goutiert operativen Turnaround bei RHI

9. September 2002, 14:06
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Gewinnerwartung gesenkt - Aktie von "Verkauf" auf "Untergewichten" hochgestuft

Wien - Die Wertpapieranalysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben in ihrer aktuellen Analyse des Feuerfestkonzerns RHI gravierende Änderungen im Vergleich zu ihrer im Februar publizierten Einschätzung des Unternehmens vorgenommen. Die Experten goutieren die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2002 und sehen eine Verbesserung der operativen Ertragskraft des Unternehmens. Auf Grund der wieder gewonnenen Ergebnisqualität heben die Experten der RCB ihr Anlagevotum für RHI von "Verkauf" auf "Untergewichten", meinen jedoch, dass in der aktuellen Bewertung bereits ein fortgeschrittener Schuldenabbau eingerechnet sei.

Die Wertentwicklung der RHI-Aktie werde daher stark vom Tempo des Schuldenabbaus abhängen, so RCB-Analyst Alfred Steininger. Einen weiteren wichtigen Bewertungsfaktor sieht der Experte in den noch ausständigen Kompensationszahlungen der ehemaligen US-Töchter im Rahmen des Insolvenzverfahrens nach "Chapter Eleven" des US-Konkursrechts. Diese von den Konzernen Honeywell und Halliburton zu tätigenden Zahlungen in Höhe von 180 Mill. Dollar sollten, je nach Genehmigung durch die zuständigen US-Gerichte, Ende 2003 bzw. 2004 erfolgen.

Eine deutliche Anpassung erfuhr die Gewinnschätzung für das Geschäftsjahre 2002, da in der zuletzt publizierten Gewinnschätzung von 5,41 Euro je Aktie noch eine bereits 2001 ergebniswirksam verbuchte Einmalzahlung enthalten war. Die revidierte Prognose beläuft sich nunmehr auf 1,86 Euro je Anteilschein. Für 2003 wird von 2,56 Euro, nach zuvor prognostizierten 2,69 Euro, Gewinn je Aktie ausgegangen. 2004 erwarten die Analysten einen Gewinn von 3,26 Euro je Aktie.(APA)

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