WAZ sieht derzeit keine Möglichkeit zum Springer-Einstieg

9. September 2002, 13:07
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Ein einstimmiger Gesellschafter-Beschluss fehlt - ablehnende Haltung zweier Gesellschafter

Die Essener WAZ-Mediengruppe sieht derzeit keine Grundlage für einen Einstieg beim Axel Springer Verlag. Grund sei die ablehnende Haltung zweier Gesellschafter, sagte ein Sprecher am Montag. Um den Kauf von Kirchs 40-Prozent-Paket an Springer zu ermöglichen, müssten alle fünf Anteilseigner der WAZ-Gruppe zustimmen. Dass Kirch immer noch Chancen für einen Verkauf an die WAZ sehe, wollte der Sprecher nicht kommentieren.

Aus WAZ-nahen Kreisen hieß es, als Hindernis würden unter anderem die Haltung der Kartellbehörden und die Vinkulierung der Aktien mit der ablehnenden Haltung der Springer-Seite gegenüber der WAZ angesehen.

Nach Angaben der WAZ-Gruppe gibt es derzeit noch keinen formellen Beschluss aller Gesellschafter. Es liege nur die Aussage der Funke-Seite vor, bei der die Mehrheit der drei Beteiligten - Grotkamp-, Schubries- und Holthoff-Stamm - den Einstieg ablehne. Die Brost-Seite mit den Gesellschaftern Anneliese Brost und Erich Schumann habe sich noch nicht offiziell geäußert. Einer bedeutenden Verlagsentscheidung müssen alle Einzelgesellschafter zustimmen. Die WAZ-Gruppe wird zu gleichen Teilen von den Familiengesellschaften der ehemaligen WAZ-Gründer Brost und Funke beherrscht. (APA/dpa)

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