Terror zwingt Imperial Hotels in die Knie

9. September 2002, 11:51
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Ergebnis halbierte sich auf 1,3 Millionen Euro - Buchungsflaute hält an - 2002 Ergebnis und Umsatz auf Vorjahresniveau angepeilt

Wien - Die im Sonstigen Wertpapierhandel der Wiener Börse notierte Imperial Hotels Austria hat im Geschäftsjahr 2001 arg unter den Folgen der Terroranschläge vom 11. September gelitten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) halbierte sich beinahe von 2,5 Mill. Euro auf 1,3 Mill. Euro, geht aus der heute, Montag, im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" veröffentlichten Geschäftsbilanz für 2001 hervor.

Der Umsatz ging 2001 leicht von 42,0 Mill. Euro auf 40,6 Mill. Euro zurück, der Jahresüberschuss der Imperial Hotels Austria hat sich 2001 von 1,99 Mill. Euro auf 887.883 Euro reduziert. Zur österreichischen Imperial Hotelgruppe gehören in Wien das Hotel Imperial und das Hotel Bristol sowie in Salzburg der Goldenen Hirsch.

"20- bis 25-prozentigen Umsatzverlust"

"Nach dem 11. September hatten wir wie viele Wiener Ringstraßenhotels auf Grund der vielen Stornierungen einen 20- bis 25-prozentigen Umsatzverlust", sagte Finanzchef Josef Prosek zur APA. Nach den Terroranschlägen verzeichnete der österreichische Tourismus vor allem Einbrüche bei Überseegästen. Dies traf die Imperial-Gruppe im ihrem Gästekernsegment, zumal 32 Prozent der Imperial-Gäste aus den USA und 11 Prozent aus Japan kommen.

Die flaue Buchungssituation halte bis heute an, der Markt erhole sich nur langsam, betonte Prosek. Der August sei in Wien sehr schlecht gelaufen, die Einbußen seien aber teilweise durch die gute Buchungslage im Salzburger Goldenen Hirschen ausgeglichen worden. Insgesamt hoffe man für das laufende Jahr 2002, umsatz- und ergebnismäßig auf Vorjahresniveau zu kommen.

Die Imperial Hotels Austria steht zu 51,8 Prozent im Besitz der B & C Holding, einer Stiftungstochter der BA-CA für bankfremde Beteiligungen. Über die niederländische Ciga Immobiliare hält Starwood Hotels & Resorts, die die zur Imperial-Gruppe gehörenden Hotels auch betreibt, 47,4 Prozent der Anteile. 0,8 Prozent befinden sich in Streubesitz.

Die Gruppe beschäftigte 2001 rund 580 Mitarbeiter.(APA)

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Wienerwald

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    foto: derstandard.at
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