Schulbeginn in Süd und West

9. September 2002, 11:37
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740.000 Schüler in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark

Wien - In Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark hat am Montag wieder die Schule begonnen. Insgesamt werden in diesen sechs Bundesländern rund 740.000 Schüler erwartet, davon rund 56.000 Taferlklassler. Tatsächlich mussten heute aber nur die etwa 230.000 Volksschüler "einrücken" - an den mittleren und höheren Schulen stehen am Montag bzw. Dienstag nur die Nachprüfungen auf dem Programm. In Ostösterreich ist bereits am vergangenen Montag für insgesamt rund 470.000 Kinder und Jugendliche der Startschuss für das neue Schuljahr gefallen.

Die Bundesschulsprecherin im Unterrichtsjahr 2002/03 kommt heuer aus der Steiermark: Am Wochenende wurde die 17-jährige Claudia Haas zur obersten Vertreterin der rund 1,2 Millionen Schüler in Österreich gewählt. Die in Bad Radkersburg geborene Kunst- und Designschülerin entstammt der VP-nahen Schülerunion und besucht derzeit die vierte Klasse einer Grazer HTL.

Im Schuljahr 2002/03 kommen einige Neuerungen auf die Kinder und Jugendlichen zu: Dazu zählen die Einführung von Prognoseverfahren für den Übertritt von der Volksschule in die Hauptschule bzw. AHS sowie von Leistungsstandards als Orientierungshilfe für Lehrer, Eltern und Schüler. Außerdem startet das Bildungsministerium im Herbst die Initiative "Lesefit - Lesen können heißt lernen können".

Mit dem "Prognoseverfahren" für die Nahtstelle zwischen Volksschule und AHS bzw. Hauptschule sollen die Eltern bei der Wahl der Schullaufbahn ihres Kindes unterstützt werden. Die Entscheidung, ob das Kind eine AHS oder eine Hauptschule besucht, bleibt aber bei den Eltern. Grundlagen des Prognoseverfahrens sind - auf Basis der derzeitigen gesetzlichen Regelung - die Noten sowie zusätzliche Leistungsstandards zur Orientierung der Lehrer. Außerdem sollen die Beratung der Eltern durch die Lehrer verbessert, Schulbesuche an weiterführenden Schulen organisiert und Informationsmaterial zur Verfügung gestellt werden. Auf Wunsch der Eltern können auch Entwicklungstests herangezogen und Angebote der Schulpsychologie genutzt werden.

Voraussichtlich ab Frühjahr 2003 werden Leistungsstandards als Orientierungshilfen für die Lehrer zur Verfügung gestellt. Zielvorgaben, die auf Basis des Lehrplanes entwickelt wurden, sollen Schülern der 3. Klasse Volksschule sowie der 4. Klasse AHS bzw. Hauptschule zeigen, was sie können sollen. So zählen etwa zu den Deutsch-Anforderungen für die 3. Klasse Volksschule, Texte fließend vorzulesen und deren Inhalt wiedergeben zu können.(APA)

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