Apple spottet über Windows Media 9

10. September 2002, 13:26
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Microsoft versucht Anschluss an den Quick Time 6 zu finden - einheitliche Standards werden verweigert

Der Machtkampf zwischen Apple und Microsoft geht in eine neue Runde. Laut zeigt die neue Version vom Windows Media Player 9, dass Microsoft nach wie vor versucht Anschluss an den Quick Time 6 zu finden. Neue Features von Media 9 würden sehr an den Aufbau und die Technologie von Apple erinnern. "Es gibt aber einen Punkt wo sie nicht unserem Beispiel folgen", sagt Apple Manager Frank Casanova. "Es ist klar dass Microsoft nach wie vor einheitlichen Standards den Rücken zukehrt. Sie wollen mit Windows Media 9 kodieren, sie wollen mit Windows Media abspielen und sie wollen keinen anderen in ihre Nahrungskette aufnehmen".

Technologieschub

Im Februar 2002 als Quick Time Live eingeführt, bietet der Quick Time 6 eine neue Technologie namens Instant-On. Dieses Feature beseitigt Startverzögerungen beim Abspielen von Video-Streams. Der Windows Media 9 lockt den Konsumenten mit einer ähnlich funktionierenden Technologie die sich FastStream nennt. Casanova kritisiert, dass FastStream Apples Instant-On-Technologie darstellt und von Microsoft lediglich eine Beta-Version herausgegeben wurde, während Apple bereits zig Millionen Kopien von QuickTime 6 ausliefert.

Aufregung

Das Festhalten an Anti-Standards ist Apple ein Dorn im Auge. Der Computerhersteller ist Mitbegründer der Internet Streaming Media Alliance (ISMA) die sich zum Ziel gesetzt hat sich an industrielle Standards zu binden. Die internationale Organisation für Standards (ISO) hat QuickTime als das Dateiformat für MPEG 4 ausgewählt und Apple arbeitet mit anderen ISMA Mitgliedern an der Verbreitung von MPEG-4 Technologien. Windows Media 9 beinhaltet ähnliche Features. Im Dezember hat Real Networks ebenfalls die Unterstützung für MPEG-4 angekündigt. (pte)

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