Conti: Positive Zwischenbilanz

9. September 2002, 11:09
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Strukturbereinigung wirkte sich positiv aus

Hannover - Der Chef des Autozulieferers Continental, Manfred Wennemer, zieht ein Jahr nach seinem Amtsantritt am 11. September 2001 eine positive Zwischenbilanz. "Wir haben 246 Mill. Euro in die Hand genommen, um die meisten Strukturen in Ordnung zu bringen. Im Moment scheint es so, als würden sich diese Entscheidungen positiv auswirken", erklärte Wennemer am Wochenende gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Neben Standorten in Schweden und Mexiko hatte der Hannoveraner Reifenkonzern im vergangenen Juli auch das Semperit Reifenwerk in Traiskirchen (Niederösterreich) geschlossen.

Der Konzern, auch Zulieferer von Brems- und Fahrwerksystemen will nach tiefroten Zahlen 2001 trotz schwacher Autokonjunktur in diesem Jahr vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen mehr als 530 Mill. Euro verdienen.

Neue Brems- und Fahrwerkssysteme

"Wir liefern unsere neuen Brems- und Fahrwerkssysteme an die verschiedensten Hersteller. Bei der elektronisch geregelten Luftfederung etwa geht das in den nächsten Monaten richtig in die Breite. Damit haben wir uns ein ordentliches neues Geschäftssegment aufgebaut", sagte Wennemer. Manche Autohersteller kauften ganze Systeme, andere wollten lediglich Komponenten.

Die Gefahr einer Übernahme angesichts des Börsenkurses von rund 16 Euro und einem Jahresumsatz unter 12 Mrd. Euro sieht Wennemer nicht. "Absolute Größe gemessen an einem Milliardenumsatz ist in der Automobilbranche eine wichtige, aber keine entscheidende Größe. Der entscheidende Faktor ist, wie man an relevanten Märkten aufgestellt ist. Bei Bremsen und Bremssystemen sind wir weltweit vorn dabei. Bei Reifen sind wir in Europa eine sehr gute Nummer zwei. ContiTech ist in vielen Feldern entweder in Europa oder sogar weltweit die Nummer eins."

Die Chancen am chinesischen Markt beurteilt Wennemer zurückhaltend. "Wir reden in der Automobilindustrie über China als Wachstumsfeld so lange ich zurückdenken kann. Aber selbst beim erfolgreichsten dort tätigen deutschen Autokonzern (VW) waren die Wachstumsraten in den letzten Jahren nicht sehr hoch", meint Wennemer.(dpa)

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