Deutsche Ortsnetz-Liberalisierung noch vor den deutschen Wahlen

9. September 2002, 09:20
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In Deutschland demnächst freie Wahl des Anbieters bei Ortsgesprächen

Noch vor den Bundestagswahlen soll in Deutschland der Telekom-Markt auch bei Ortsgesprächen liberalisiert werden. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) (Montagausgabe) vorab ohne Quellenangabe berichtete, können Kunden der Deutschen Telekom damit vom 1. Dezember 2002 an nicht nur Ferngespräche, sondern auch Ortsgespräche mit anderen Telefongesellschaften führen, ohne ihren Telekom-Anschluss kündigen zu müssen. Der deutsche Bundesrat hatte Mitte Juli eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes abgelehnt und damit die Liberalisierung von Ortsgesprächen zunächst gestoppt.

pre-selection

Bei einer Verabschiedung des Gesetzesvorschlags hätten die Verbraucher, wie bei Fern- und Auslandsgesprächen üblich, Ortsgespräche dauerhaft über einen anderen Anbieter führen (pre-selection) oder vor jedem Gespräch einen Anbieter neu wählen (call-by-call) können, ohne ihren Anschluss bei einer Gesellschaft kündigen zu müssen. Im Juli wurden noch rund 95 Prozent aller Ortsnetz-Gespräche über die Telekom abgewickelt. (APA/Reuters)

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