FP-Landeschefs glauben "eher" an Neuwahl

9. September 2002, 08:49
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Tiroler Parteichef macht Kollegen aus Niederösterreich, Wien, Kärnten und Oberösterreich für aktuelle schwierige Situation der FPÖ verantwortlich

Wien - Die innenpolitische Zukunft war Montag früh unklar - Fortsetzung der Schwarz-Blauen Koalition mit verändertem Team oder Neuwahlen. Wie es weitergeht, hängt von zwei entscheidenden Terminen des Bundeskanzlers ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel ab. Er trifft heute vormittag erst Verteidigungsminister Herbert Scheibner, der interimistisch die Geschäfte der FPÖ führt, und informiert dann Bundespräsident Thomas Klestil. Anschließend soll eine Pressekonferenz stattfinden. Zeitpunkte der Unterredungen waren um 7.30 Uhr noch nicht klar.

Die FPÖ-Landeschefs glauben "eher" an Neuwahlen denn an eine Fortsetzung der ÖVP-FPÖ-Regierung. Hubert Gorbach (Vorarlberg), Karl Schnell (Salzburg) und Willi Tilg (Tirol) zeigten sich im Radio-Morgenjournal enttäuscht über die Entwicklung. Schnell: Man hätte es nicht so weit kommen lassen dürfen, sich früher um Einigkeit in der Partei bemühen müssen. Schnell sieht einen "sehr tiefen Riss" durch die FPÖ.

Tilg warf seinen Kollegen aus Niederösterreich, Wien, Kärnten und Oberösterreich vor, für die aktuelle schwierige Situation der Partei verantwortlich zu sein.

Pragmatisch nur einer der Angesprochenen, der Niederösterreicher Ernest Windholz. Er hofft, dass die Koalition fortgesetzt wird.

Der Kärntner FPÖ-Landschef Martin Strutz hält die Rücktritte für voreilig und überzogen:(APA)

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