FPÖ-Landesobmann Strutz: Rücktritte "voreilig und überzogen"

9. September 2002, 06:25
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Neue Parteispitze: "Jetzt wird es wohl der Jörg"

Wien - Der Kärntner FPÖ-Landesobmann Martin Strutz sieht die Rücktritt von Parteichefin Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Klubobmann Peter Westenthaler als "voreilige, überzogene Reaktion". Gegenüber der "Kleinen Zeitung" von Montag weist Strutz außerdem die Behauptung zurück, er habe den Sturz Riess-Passers aktiv betrieben. "Im Gegenteil, ich habe sehr konstruktiv gewirkt", meint Strutz von sich. Er bedaure die Rücktritte.

Die schwarz-blaue Regierung auf Bundesebene sieht der Kärntner FPÖ -Landesobmann durch die Veränderungen in seiner Partei nicht in Mitleidenschaft gezogen. "Die Koalition ist nicht gescheitert. Wenn Schüssel sie platzen lässt, wäre das fahrlässig", warnte Strutz. Den Rückzug Riess-Passer führt er auch auf den Verlauf der Beratungen in Knittelfeld zurück, hat dafür aber kein Verständnis: "Sagen wir, sie fand die Sitzung nicht positiv. Persönliche Eitelkeiten sind aber hintanzustellen.

Der Kärntner FPÖ-Landesrat Gerhard Dörfler rechnet mit einer Rückkehr seines Landeshauptmannes Jörg Haider an die Parteispitze: "Jetzt wird es wohl der Jörg. Davon gehe ich aus", sagte er der "Kleinen Zeitung". Auch der stellvertretende Landeshauptmann Karl Pfeifenberger erwartet: "Er wird sicher einmal wieder Chef der Partei". (APA)

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