"Das Ende der Wende"

8. September 2002, 23:27
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"Volksblatt": Der Kanzler ist "erbost"

Wien - Auch im Kommentar der Grazer "Kleinen Zeitung" steht das Thema Neuwahlen im Mittelpunkt: "Das Ende der Wende ist da. Auch wenn der Beschluss, Neuwahlen auszuschreiben, offiziell noch nicht gefallen ist, führt kein Weg vorbei. Ein Weiterschleppen der schwarz-blauen Koalition gliche den Wiederbelebungsversuchen an einer Leiche."

Und weiter: "Vielleicht hat Haider darauf spekuliert, dass Wolfgang Schüssel alles einstecken wird, nur um länger auf dem Sessel des Bundeskanzlers sitzen zu können. Schüssel wird jedoch die Flucht nach vorne antreten, weil er glaubt, gegenüber Haider zu punkten und Rot-Grün unvorbereitet auf dem falschen Fuß zu erwischen. Eine kühne Hoffnung. Sicher ist nur, das es Schwarz-Blau nicht mehr geben wird."

Selbst die ÖVP-Zeitung "Neues Volksblatt" schreibt, Kanzler Schüssel hat "gestern in aller Deutlichkeit klar gemacht, dass er mit einer solchen FPÖ nicht länger in einem Boot sitzen will. Er hat den Streit endgültig satt. Wenn es sein muss, sagte der Kanzler und ÖVP-Obmann, werde eben der Wähler entscheiden, und: 'Ich fürchte mich nicht vor diesem Votum.' Fürchten müssen sich vor Neuwahlen nur jene, die von 'ihrer' FPÖ erwarten, dass sie in diesem Land eine gestaltende Rolle spielt." (APA)

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