EVP-Regierungschefs beraten auf Sardinien EU-Reformen

8. September 2002, 23:22
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Ursprünglich auch Bundeskanzler Schüssel eingeladen

Rom/Cagliari - Die künftige europäische Verfassung und das Projekt einer "föderalen EU" sind die Hauptthemen eines informellen Treffens konservativer Regierungschefs, das am Montag auf Sardinien stattfindet. An den Beratungen in der Sommerresidenz "Villa Certosa" des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in Porto Rotondo sollte ursprünglich auch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) teilnehmen. Angesichts der Rücktritte von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer und Finanzminister Karl-Heinz Grasser (beide FPÖ) war eine Teilnahme aber unwahrscheinlich.

Die Regierungschefs - alle Mitglieder der Europäischen Volkspartei (EVP) - werden sich vor allem mit den institutionellen Reformen der Union befassen, verlautete aus italienischen Regierungskreisen. Zu dem Gipfeltreffen waren neben Schüssel der französische Premierminister Jean-Pierre Raffarin, der Spanier Jose Maria Aznar, der Portugiese Joao Manuel Barroso, der Luxemburger Jean-Claude Juncker sowie der Niederländer Jan Peter Balkenende eingeladen. Auch EVP-Präsident Wilfried Martens (Belgien) sowie der EVP-Fraktionschef im Europaparlament, Hans Gert Poettering (Deutschland) sagten ihr Kommen zu. Das Treffen soll zur Festigung der persönlichen Beziehungen der sieben Regierungschefs beitragen, die an der Spitze europäischer Mitte-Rechts-Regierungen stehen. (APA)

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