Neue Perspektive für Dornier

8. September 2002, 19:50
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EADS bestätigt Gespräche - Insolventer Flugzeugbauer als Wahlkampfmunition

München - Der seit Juli insolvente bayerische Regionalflugzeugbauer Fairchild Dornier wird erneut zur Munition im Deutschen Wahlkampf. Bayerns Ministerpräsident und Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) macht den 3600 Beschäftigten Hoffnung auf Hilfe seitens des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS. Dieser bestätigte das Treffen, schloss aber, wie bereits in der Vergangenheit, eine Übernahme aus.

"Es gibt wieder eine neue Perspektive für den Erhalt von Hunderten und Tausenden von Arbeitsplätzen in Oberpfaffenhofen", sagte Stoiber am Samstag auf einer Wahlkampfveranstaltung in München. Er habe am Vortag anderthalb Stunden mit Philippe Camus, dem Kovorstandsvorsitzenden der EADS, über das Unternehmen gesprochen. Wie eine mögliche Lösung aussehen könnte, sagte er allerdings nicht. "Die Gespräche werden Anfang kommender Woche fortgesetzt."

Mehrfach war in der Vergangenheit über eine Übernahme der insolventen Fairchild durch EADS spekuliert worden. Diese hatte einen Einstieg zwar geprüft, aber lediglich Interesse für kleinere Teile des Flugzeugbauers angemeldet. So sollen - DER STANDARD berichtete - rund 400 Mitarbeiter übernommen werden, um sie in den Bereichen Militärflugzeuge, Verteidigungselektronik sowie bei Airbus und Eurocopter einzusetzen. (Reuters, Der Standard, Printausgabe, 09.09.2002)

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