Deutlicher Rückgang der Asylbewerberzahlen

9. September 2002, 12:09
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Innenminister Schily: Zuwanderungsgesetz wirkt

Berlin - Der deutliche Rückgang der Zahl der Asylbewerber in Deutschland hat auch im August angehalten. Wie das Bundesinnenministerium am Sonntag in Berlin mitteilte, beanragten im vergangenen Monat 5.780 Personen Asyl. Das seien 2,8 Prozent weniger als im Monat zuvor und 36,7 Prozent weniger als im August 2001. Damit sank die Zahl der Asylbewerber den Angaben zufolge seit Jänner um 10.065 Personen oder 17,4 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Innenminister Otto Schily nahm die Zahlen als sichtbaren Beleg dafür, dass das Zuwanderungsgesetz seinen Zweck erfülle. Es habe schon heute steuernde und begrenzende Wirkung auf die Zuwanderung nach Deutschland, "allen böswilligen gegenläufigen Behauptungen der Union zum Trotz".

Hauptherkunftsland der Asylbewerber war auch im August wieder der Irak mit 910 Anträgen, gefolgt von der Türkei mit 750 und Jugoslawien mit 551 Anträgen. Entschieden wurde im Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge im August über die Anträge von 11.276 Menschen. Als asylberechtigt anerkannt wurden den Angaben zufolge 132 Personen oder 1,2 Prozent. Weitere 143 Personen (1,3 Prozent) erhielten Abschiebungsschutz. Abgelehnt wurden die Anträge von 6.239 Asylbewerbern (55,3 Prozent). Bei 4.759 Menschen (42,2 Prozent) erledigten sich die Anträge auf sonstige Weise, etwa durch Einstellung des Verfahrens wegen Rücknahme des Antrags. (APA/AP)

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