Bausparkasse zieht sich aus Ungarn zurück

8. September 2002, 11:54
posten

Vertragsbestand an Lakaskassza Wüstenrot übertragen

Wien/Budapest - Die s Bausparkasse hat ihren Rückzug aus Ungarn fixiert: Per Anfang September 2002 wurden die knapp 50.000 Verträge der Otthon Bausparkasse an die Lakaskassza Wüstenrot übertragen. In Folge soll bei der Otthon ein Kapitalschnitt erfolgen, sagte s Bausparkasse Generaldirektor Josef Schmidinger zur APA. Was mit der Gesellschaft weiter passiere, sei derzeit noch offen.

Die Otthon steht zu rund 70 Prozent im Besitz der s Bausparkasse, rund 20 Prozent hält die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen und rund 10 Prozent die ungarische Konzumbank. Die Lakaskassza steht im Besitz von Wüstenrot, der österreichischen Generali-Gruppe und der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA).

Der Marktanteil der Otthon lag zuletzt bei rund 12 Prozent. Das sei zuwenig, um die ungarische Bausparkasse betriebswirtschaftlich sinnvoll zu führen, daher habe man den Rückzug beschlossen, so Schmidinger. Das Eigenkapital lag laut der ungarischen Nachrichtenagentur MTI bei 1,8 Mrd. Forint (7,35 Mill. Euro). Laut ungarischem Bankengesetz hätte die Otthon ihr Kapital auf 3 Mrd. Forint aufstocken müssen, so Schmidinger zur APA. Man habe sich auch aus diesem Grund für den Ausstieg entschieden. Die Erste Bank Hungary werde in Zukunft Bausparverträge der Lakaskassza vertreiben.

In Tschechien erwäge die s Bausparkasse einen Einstieg bei der dortigen Bausparkassen-Tochter von Erste Bank und Ceska Sporitelna. (APA)

Share if you care.