Brasilien: Proteste gegen Armut und Globalisierung

8. September 2002, 11:08
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Hunderttausende Menschen bei "Schreis der Ausgeschlossenen"

Rio de Janeiro - Hunderttausende Menschen haben in Brasilien gegen Armut und Globalisierung protestiert. Allein im Wallfahrtsort Aparecida do Norte im Bundesland Sao Paulo versammelten sich nach Medienberichten am Samstag anlässlich des von der katholischen Kirche organisierten "Schreis der Ausgeschlossenen" rund 150.000 Menschen. Trotz schlechten Wetters gingen auch in den Städten Rio de Janeiro, Sao Paulo und Salvador sowie in anderen Städten Tausende Demonstranten auf die Straßen.

Hauptziel der Proteste war die für 2005 geplante Gründung der Panamerikanischen Freihandelszone AFTA. "Über Souveränität wird nicht verhandelt" lautete das Motto der Kundgebungen. An den Demonstrationen, die nach Angaben der Polizei alle friedlich verliefen, nahmen auch zahlreiche linksgerichtete Politiker, ranghohe Kirchenvertreter, der Chef des Gewerkschaftsdachverbandes CUT, Joao Felicio, sowie der Führer der "Bewegung der Landlosen Bauern" (MST), Joao Pedro Stedile, teil. (APA/dpa)

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