China blockiert nach Google auch Alta Vista

8. September 2002, 11:05
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Suchmaschinen im Visier staatlicher Autorität

Nur wenige Tage nach der Sperre von Google hat China auch die Suchmaschine AltaVista blockiert. Wie BBC berichtet, sind drei Monate vor dem Parteitag der KP-China die beiden Suchmaschinen für chinesische Internetuser nicht mehr zu erreichen. Im November ist ein Treffen der führenden Politiker des Landes geplant, schon im Vorfeld werden verstärkte Medienkontrollen durchgeführt.

Sperren internationaler Internetseiten durch die chinesische Regierung sind keine Seltenheit. Schon des öfteren wurden Websites wie auch die von BBC unzugänglich gemacht. Immer wieder zwingt China nationale Betreiber von Internetportalen politische Inhalte zu entfernen. Mit Google und AltaVista sind erstmals Suchmaschinen Opfer staatlicher Autorität geworden.

Bürgerrechtsgruppen, die sich für die Medienfreiheit einsetzen, haben ihre Besorgnis über das Handeln der chinesischen Regierung geäußert und fordern eine Aufhebung der Sperren. Davon unbeeindruckt planen die staatlichen Behörden weitere Kontrollen bei Satelliten- und Kabelnetzwerken. (pte)

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