"Störsender" schützt WLANSs

8. September 2002, 11:26
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Software "Fake AP" täuscht Tausende Access Points vor

Am 31. August ging der erste internationale Wardriving-Day über die Bühne. An diesem Tag sind mehrere Hundert IT-Sicherheitsspezialisten und WLAN-Enthusiasten u.a. aus Australien, Deutschland, England, Italien, Japan, Kanada, Russland und den USA durch Großstädte und Industriegebiete gefahren, und haben mit einer Minimalausrüstung Funknetzwerke von Firmen aufgespürt und deren Sicherheitseinstellungen beurteilt – der WebStandard ging in Wien auf die Pirsch.

Bilanz

Ziel der Aktion war es, auf Sicherheitsrisiken beim Einsatz von ungeschützten Funknetzwerken aufmerksam zu machen. Bilanz des internationalen Wardriving-Day: Ein Großteil der "gefundenen" Funknetzte waren entweder gar nicht oder völlig unzureichend geschützt.

Dadurch kann man mit Hilfe eines PDAs oder Laptops und einer WLAN-Karte einfach huckepack und völlig kostenlos über die Funknetze surfen. "War-Chalker" machen vor Ort das Auffinden solcher Access-Points leichter, indem sie die Spezifikationen des angemessenen Funknetzes mit Kreide im Umkreis des WLAN auf dem Bürgersteig verewigen.

"Fake AP"

Die Linux-Software "Fake AP" soll W-Lan Schmarotzern das Handwerk erschweren. Das Programm täuscht Tausende weitere Access Points vor. So werden Huckepacksurfer gezwungen einen Großteil dieser nicht funktionstüchtigen Schein-Zugänge abklopfen, bevor er mit den tatsächlich brauchbaren Parametern ins Netz kommt. (red)

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