Haider: "Riess-Passer müsste damit sehr gut leben können"

7. September 2002, 23:33
6 Postings

"Nicht zielführender" Lösungsvorschlag wurde von einem "gerafften und substanzielleren" abgeschmettert

Knittelfeld - Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider hat in einer Pressekonferenz nach dem FPÖ-Delegiertentreffen Parteiobfrau Susanne Riess-Passer auf gefordert, den ausverhandelten Kompromiss anzunehmen. Er sei der Meinung, "dass die Frau Vizekanzlerin damit sehr gut leben kann". Der Alt-Parteiobmann betonte, dass der ursprünglich von ihm und Riess-Passer besprochene Lösungsvorschlag von den Landesorganisationen als "nicht zielführend" zurückgewiesen worden sei. Der nun gefundene Vorschlag sei "geraffter und substanzieller".

FP nun wieder "geschlossene" Partei

Wie das Papier genau aussieht, wollte Haider öffentlich nicht kommentieren. Zunächst solle der Kompromiss-Vorschlag der Vizekanzlerin morgen bei dem ihr initiierten Treffen mit den Landeshauptleuten und Regierungsmitgliedern vorgelegt werden. Klargestellt wurde von Haider vorerst nur, dass er bei einer Annahme in den Koalitionsausschuss zurückkehren werde. Auf die Frage "Dann sind Sie also wieder da?", meinte der Kärntner Landeshauptmann schlicht: "So ist es." Haider gab sich optimistisch, dass mit dem Kompromiss-Papier in der freiheitlichen Partei wieder "optimale Geschlossenheit" herrschen könne. Folge man diesem Kurs, werde die FPÖ schlussendlich als Sieger hervorgehen. Die Delegierten hätten einen "Lösungsvorschlag für eine ab morgen geschlossen agierende Freiheitliche Partei entwickelt". Großes Lob des Alt-Parteiobmanns gab es für Partei-Vize und Verteidigungsminister Herbert Scheibner, der den wesentlichen Teil des Kompromiss-Vorschlags eingebracht habe.

Der Angesprochene zeigte sich auch dementsprechend zufrieden. Scheibner lobte die interessante und konstruktive Aussprache. Es habe sich gezeigt, dass selbstverständlich alle zum Ziel hätten, dass die FPÖ als geschlossene und einige Partei auftreten könne. Scheibner ist überzeugt, dass die freiheitliche Regierungsmannschaft diesen Kompromiss-Vorschlag auch annimmt: "Ich sage Ihnen, es wird keinen Sonderparteitag geben". (APA)

Share if you care.