US-Finanzministerium: Geldprobleme für El Kaida

7. September 2002, 19:07
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Finanzierung des Terrors mit Risiken verbunden - UNO-Expertenbericht widersprochen

Washington - Durch den "Krieg" der USA und ihrer Verbündeten gegen ihr finanzielles Netzwerk sind internationale Terroristen zu riskanteren Manövern gezwungen. Das unterstreicht das US- Finanzministerium in einer Bestandsaufnahme, die nach Angaben der "Washington Post" vom Samstag in der kommenden Woche vorgelegt werden soll. Das Ministerium widerspricht einem Expertenbericht der Vereinten Nationen, wonach Osama bin Ladens Organisation El Kaida keine finanziellen Probleme kennt und ein Jahr nach dem 11. September wieder "fit und wohlauf" ist.

Terroristen würden aus der formellen finanziellen Infrastruktur vertrieben und zu weniger effizienten Mitteln im Untergrund gezwungen, betont das US-Ministerium. Das mache Transaktionen riskanter und teurer. Die von der UNO beauftragten unabhängigen Fachleute meinen dagegen, dass die weltweiten Bemühungen an Wirkung verloren haben. In den ersten Monaten nach dem 11. September hätten die USA und andere UNO-Mitglieder Vermögen in Höhe von 112 Millionen Dollar eingefroren oder beschlagnahmt. Seitdem seien aber nur noch zehn Millionen Dollar zusätzlich blockiert worden.

Am Freitag hatten die USA und Saudiarabien die Guthaben eines Komplizen des Terroristenchefs Osama bin Laden eingefroren. Der saudische Staatsbürger Waal Hamza Julaidan sei ein enger Vertrauter Bin Ladens und stehe mehreren Organisationen vor, die das El-Kaida-Netzwerk finanziell unterstützten. Die Aktion war das zweite gemeinsame Vorgehen der beiden Länder gegen El Kaidas Finanzen.(APA/dpa)

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