Simbabwe: Neues Ultimatum an Farmer

7. September 2002, 18:41
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Frist bis Sonntag - Regierung ignoriert Gerichtsentscheidungen

Harare - Die Regierung Simbabwes hat weißen Farmern ein neues Ultimatum zur Räumung ihrer Ländereien gesetzt. Wie Vertreter der Farmer am Samstag mitteilten, wurde ihnen eine Frist bis Sonntag gesetzt. Polizisten und Behördenvertreter hätten in den vergangenen Tagen Dutzende Farmer aufgesucht und sie aufgefordert, ihr Land binnen 72 Stunden zu verlassen. Andernfalls würden sie verhaftet.

Die meisten betroffenen Farmer können nach Auskunft der Gruppe "Justice for Agriculture" einen Gerichtserlass vorweisen, der die angeordnete Vertreibung für nichtig erklärt. Ein Sprecher der Farmer-Vereinigung, John Worswick, bezeichnete das neue Ultimatum als "Beleidigung des Justizsystems des Landes und eklatante Missachtung der Verfassung".

Staatschef Robert Mugabe hat Gerichtsentscheidungen gegen seine Landreform wiederholt ignoriert. Insgesamt wurden rund 2.900 weiße Farmer ihres Landes verwiesen. Viele widersetzten sich. Rund 290 von ihnen wurden vorübergehend festgenommen, weil sie sich weigerten, ihre Ländereien aufzugeben. Am 8. August lief ein Ultimatum ab, die Farmen zu räumen.(APA/AP)

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    Robert Mugabe macht ernst.

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