Friede zwischen Uganda und Kongo besiegelt

7. September 2002, 12:12
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Staatschefs Museveni und Kabila unterzeichnen Abkommen - Truppenrückzug geht weiter

Luanda - Der kongolesische Präsident Joseph Kabila und sein ugandischer Kollege Yoweri Museveni haben am Freitag das bereits am 15. August vereinbarte Friedensabkommen unterzeichnet. Es sieht unter anderem den Rückzug der ugandischen Truppen aus dem jeweiligen Nachbarland vor. Bei der Zeremonie in der angolanischen Hauptstadt Luanda erklärte der angolanische Präsident Jose Eduardo dos Santos, auch sein Land werde sich aktiv um Frieden in der Region bemühen.

Der UNO-Sicherheitsrat in New York begrüßte die Unterzeichnung des Abkommens. Der bulgarische UNO-Botschafter und Ratspräsident Stefan Tafrow erklärte, das Gremium sei erfreut darüber, dass der Abzug ausländischer Truppen vorankomme.

2,5 Millionen Menschen sind Opfer des Kongo-Kriegs, der im August 1998 begann. Damals unterstützten Ruanda und Uganda Rebellengruppen, die den kongolesischen Staatschef Laurent Kabila - den Vater des jetzigen Präsidenten - zu stürzen versuchten. Angola, Simbabwe und Namibia schickten daraufhin Truppen zur Unterstützung der Regierung in Kinshasa. Auch diese drei Staaten haben ihre Truppen bereits ganz oder teilweise aus Kongo abgezogen. Lediglich Ruanda, das schätzungsweise 30.000 Soldaten in Kongo stationiert hat, muss seiner Zusage zum Abzug noch nachkommen. (APA/AP)

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    Kongos Präsident Joseph Kabila (r.) und sein ugandischer Kollege Yoweri Museveni während der Vertrags-Unterzeichnung. In der Mitte: Angolas Präsident Eduardo dos Santos.

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