Nach Mord im Salzburger Rotlicht-Milieu: Tatverdächtiger starb

7. September 2002, 17:32
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Streit nach Trennung als Motiv für die Bluttat

Salzburg - Nach dem Mord im Salzburger Rotlicht-Milieu ist heute, Samstag, jener Mann verstorben, der verdächtigt wird, eine 28-jährige Prostituierte ermordet zu haben. Der 51-jährige Zuhälter hatte sich am Freitag mit einer Pistole in den Kopf geschossen. Das Opfer des Mannes war am Freitag tot in ihrer Wohnung gefunden worden.

Hintergrund für die Bluttat dürften Streitigkeiten nach der Trennung der Frau von dem Zuhälter gewesen sein. Zeugen hatten in der Nacht auf Donnerstag eine lautstarke Auseinandersetzung in der Wohnung in der Elisabethstraße gehört. Die Obduktion der Leiche, die am Freitag gefunden worden war, hatte ergeben, dass die Frau mit einem stumpfen Gegenstand geschlagen und mit einem Messer brutal attackiert worden war. Laut Obduktionsbericht war die 28-Jährige an ihrem eigenen Blut erstickt, teilte die Kriminalpolizei mit.

Gegenüber Zeugen hatte der 51-Jährige angegeben, dass er "etwas angestellt" habe und nur darauf warte, dass ihn die Polizei hole. Beim Karlsbaderweiher in Liefering schoss er sich am Freitag mit einer Pistole gegen den Kopf. Nach einer Notoperation verstarb der Mann, gegen den ein Haftbefehl erlassen worden war, am Samstagnachmittag.(APA)

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