Die entscheidende Runde um KirchMedia

6. September 2002, 17:16
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Konkrete Angebote sollen bis Donnerstag abgegeben werden

Das Bieterverfahren um die insolvente Kirch-Media soll in der kommenden Woche in die entscheidende Runde gehen: Bis Donnerstag sollen Interessenten nach dem Wunsch der vom Insolvenzverwalter beauftragten Investmentbank UBS Warburg ein konkretes Angebot abgeben, wie aus Bankenkreisen am Freitag verlautete. Der ursprüngliche Termin sei um zwei Tage verschoben worden. Es sei aber nicht auszuschließen, dass es wieder nur unverbindliche Angebote geben.

Zuversichtlich

Ein Verkauf als Ganzes scheine zunehmend schwierig zu sein. Vor allem die Sportrechte würden vermutlich getrennt veräußert. Am Donnerstag hatten die Manager der Kirch Sport AG bereits erklärt, ein Übernahmeangebot für ihr Unternehmen vorzubereiten. Sie seien zuversichtlich, dass die zahlungsunfähige Mutter ihre Offerte akzeptieren werde.

Die Interessenten

Interesse an dem Herzstück des Kirch-Konzerns hatten unter anderem ein Konsortium aus Commerzbank und dem Hollywood-Studio Columbia Tri Star, der US-Medienunternehmer Haim Saban und Altinvestoren um Lehman Brothers signalisiert. Auch das Konsortium aus dem Axel-Springer-Verlag und dem Bauer Verlag mit der HypoVereinsbank als Finanzpartner bekräftigte sein Interesse. Springer-Sprecherin Edda Fels sagte, das Konsortium stehe. Allerdings müsse der Preis stimmen und das Risiko überschaubar sein. Dem "Spiegel" werde weiterhin ein Platz in dem Konsortium freigehalten.

In Branchenkreisen hieß es, Ziel sei der Erhalt des Kerngeschäfts der KirchMedia als Ganzes. In der KirchMedia sind die Beteiligungen an der ProSiebenSAT.1-Gruppe, die Filmrechte und Produktionsfirmen zusammengefasst. (APA/AP)

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