HVB erwartet Kursverdopplung bei AUA-Aktie

6. September 2002, 16:30
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Fairer Wert bei 14,50 Euro - Empfehlung lautet: "Kauf"

München - Weiter ungebrochen ist der Optimismus der Münchner HypoVereinsbank (HVB), Mutter der Bank Austria Creditanstalt, für Aktien der Austrian Airlines (AUA). "Die Restrukturierungserfolge, die stärkere Reduzierung der Nettoverschuldung, überdurchschnittliche Margen und die erhebliche Ergebnisdynamik bis 2003 rechtfertigen eine höhere Bewertung von 14,50 Euro je Aktie", so die HVB in ihrer jüngsten AUA-Analyse. Das entspricht einem Kurspotenzial von sagenhaften 132 Prozent gegenüber dem Donnerstag-Schlusskurs von 6,25 Euro. Die Kaufempfehlung wurde dementsprechend bekräftigt.

Ungeachtet der "noch angespannten bilanziellen Verhältnisse" billigen die HVB-Experten aus zuvor genannten Gründen eine im Peer Group-Vergleich zu anderen europäischen Fluglinien höhere Bewertung von mindestens 25 Prozent. "Wir halten dieses niedrige Bewertungsniveau für die europäische Airline-Branche im Allgemeinen und für AUA im Besonderen auch unter Berücksichtigung der geopolitischen Instabilitäten für nicht gerechtfertigt", urteilen die HVB-Experten.

Restrukturierung über Plan

Die Fortschritte der AUA-Restrukturierung sehen die Analysten über Plan, erste Erfolge aus den Personaleinsparungen seien schon im Halbjahresergebnis sichtbar. Der EBIT-Gewinn nach sechs Monaten hat mit 7 Mill. Euro die HVB-Erwartungen (minus 1,7 Mill. Euro) übertroffen, zudem habe das Unternehmen die EBIT-Prognose fürs Gesamtjahr auf 24 Mill. Euro angehoben. Die HVB-Analysten erwarten für 2002 einen Verlust je Aktie von 0,68 Euro, der im kommenden Jahr mit 1,51 Euro in die Gewinnzone drehen sollte.

Allerdings gehört die AUA laut HVB im internationalen Vergleich in die Kategorie der Small Caps. Investoren sollten sich bewusst machen, dass AUA mit einem Streubesitz von 33,1 Prozent und einer durchschnittlichen täglichen Handelsmenge von rund 25.000 Aktien ein marktenger Wert sei. (APA)

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