Kärntner Bombenbauer bastelte mit Heeresbeständen

6. September 2002, 16:26
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19-jähriger Präsenzdiener als Lieferant

Klagenfurt - Der Klagenfurter Bombenbauer hat Bestandteile seiner Höllenmaschine aus Bundesheerbeständen bezogen. Als Lieferant fungierte ein 19-jähriger Kärntner, der derzeit seinen Präsenzdienst leistet. Er will die Bestandteile von einem Dritten bezogen haben.

Bei dem Präsenzdiener wurde laut Gerichtssprecher Manfred Herrnhofer auch ein Treibsatz gefunden. Er ist "baugleich" mit jenem der Rohrbombe und wurde bereits vor zehn Jahren beim Bundesheer gestohlen. Gegen den 19-Jährigen wird ebenfalls ein Verfahren eingeleitet.

Der 22-jährige Bombenbauer spielt auch in der Klagenfurter Drogenszene keine unbedeutende Rolle. "Auf Grund seiner Angaben wurden jetzt Hausdurchsuchungen vorgenommen und Cannabis-Produkte sicher gestellt", dazu Herrnhofer. Gegen zehn Personen werde ebenfalls Anzeige erstattet.

Hinweise, dass der Bombenbauer politische Motive verfolgte, lagen nicht vor. Er hat von Beginn an ausgesagt, Bomben seien sein Hobby. Am kommenden Freitag (13. September) findet die Haftprüfungsverhandlung statt. (APA)

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