Bomben sind sein Hobby

6. September 2002, 16:27
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Der Klagenfurter Bombenbauer hat das Material von einem 19-Jährigen Präsenzdiener bekommen - Untersuchungen führen auch in Kärntens Drogenszene

Klagenfurt - Der Klagenfurter Bombenbauer hat Bestandteile seiner Höllenmaschine aus Bundesheerbeständen bezogen. Als Lieferant fungierte ein 19-jähriger Kärntner, der derzeit seinen Präsenzdienst leistet. Er will die Bestandteile von einem Dritten bezogen haben.

Bei dem Präsenzdiener wurde laut Gerichtssprecher Manfred Herrnhofer auch ein Treibsatz gefunden. Er ist "baugleich" mit jenem der Rohrbombe und wurde bereits vor zehn Jahren beim Bundesheer gestohlen. Gegen den 19-Jährigen wird ebenfalls ein Verfahren eingeleitet.

Der 22-jährige Bombenbauer spielt angeblich auch in der Klagenfurter Drogenszene keine unbedeutende Rolle. "Auf Grund seiner Angaben wurden jetzt Hausdurchsuchungen vorgenommen und Cannabis-Produkte sicher gestellt", dazu Herrnhofer. Gegen zehn Personen werde ebenfalls Anzeige erstattet.

Hinweise, dass der Bombenbauer politische Motive verfolgte, lagen nicht vor. Er hat von Beginn an ausgesagt, Bomben seien sein Hobby. Am kommenden Freitag (13. September) findet die Haftprüfungsverhandlung statt. (APA)

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