S&P verbessert Ratings für Erste- und RZB-Bankentöchter

6. September 2002, 15:47
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Ceska Sporitelna erhält BBB- nach BBB+ - Tatra Banka BB+

Wien - Die internationale Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat ihre Bonitätsbewertung für eine Reihe von Banken in Mittel- und Osteuropa verbessert. Darunter befinden sich auch zwei Töchter österreichischer Banken, die zur Erste Bank gehörende Ceska Sporitelna (CS) in Prag und die slowakische Tatra Banka im Mehrheitsbesitz der Raiffeisen Zentralbank Österreich (RZB). S&P hat die Bewertung der langfristigen Verbindlichkeiten der Ceska Sporitelna von BB+ auf BBB- verbessert. Die Bonitätseinschätzung der Tatra Banka stieg von BB auf BB+.

Mit der Ratingrevision trage S&P dem verbesserten wirtschaftlichen Umfeld in der Tschechischen Republik Rechnung, das den Banken den Aufbau profitabler Geschäftsbeziehungen ermögliche, begründet die Agentur ihre Neubewertung. Ceska Sporitelna profitiere vom großen Engagement der Ersten Bank, die ihre Stimmrechte auf knapp 95 Prozent erhöht habe, und von ihrer starken Stellung im tschechischen Privatkundengeschäft, die für eine ausgezeichnete Liquiditätssituation sorge. Zudem komme der Bank die staatliche Unterstützung bei der Abdeckung "alter" Problemkredite zugute.

Ähnlich lautet die Begründung für die verbesserte Einschätzung bei der Tatra Banka: Die drittgrößte Bank in der Slowakei profitiere vom langfristigen Engagement der RZB, einer guten Kapitalausstattung und einer ausgeweiteten Stellung am Markt. Zudem habe die Expansion im Privatkundenbereich die Liquidität der Bank verbessert. Weitere Fortschritte in den slowakischen Rahmenbedingungen könnten neuerliche Ratingverbesserungen für die Banken des Landes zur Folge haben, stellte der zuständige S&P-Spezialist in Aussicht. (APA)

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