WEF-Gegner dürfen Kultur bieten

6. September 2002, 18:11
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"Global Village Project" scheint gesichert: Salzburgs Bürgermeister Schaden will zweitägige Öffnung des Volksgartens durchsetzen

Salzburg - Im Konflikt zwischen der Stadt Salzburg und Globalisierungskritikern rund um die Benutzung des Volksgartens für Kulturveranstaltungen anlässlich der Europatagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) am 16. und 17. September zeichnet sich jetzt eine Lösung ab. Gegenüber dem STANDARD kündigte Bürgermeister Heinz Schaden (SP) an, am Montag der Stadtregierung eine zweitägige Öffnung des Parkes für die WEF-Gegner vorzuschlagen.

Ursprünglich wollten die Organisatoren der für Sonntag, 15. September, angekündigten Demonstration gegen die WEF-Tagung den Volksgarten drei Tage für ihr "Global Village Project" nützen. Der ressortzuständige FP-Vizebürgermeister Siegfried Mitterdorfer legte sich jedoch quer. Der Park würde in eine "Gstätten" verwandelt.

Mit dieser Haltung blieb Mitterdorfer allerdings allein. Der für den Gipfel-Polizeieinsatz verantwortliche Salzburger Polizeichef Gottfried Mayr etwa sieht in den geplanten Diskussionen und Konzerten kein großes Konflikpotenzial.

Setzt sich Schaden am Montag durch, wird am Sonntag darauf beispielsweise die britische Kultband "Chumbawamba" im Salzburger Volksgarten zu hören sein.

Nicht kommen kann hingegen die angekündigte Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchu. Sie hat keine Ausreisegenehmigung aus Guatemala erhalten. (neu/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.9.2002)

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    Salzburgs Bürgermeister Schaden während einer Demonstration am Rande des letzten Weltwirtschaftsforums in Salzburg

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