Arbeiterkammer für eigenes Forschungsministerium

6. September 2002, 15:18
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"Klare Zuständigkeit wichtiger als Grabenkämpfe um Fördereinrichtungen"

Wien - Für die Einrichtung eines eigenen Forschungsministeriums plädiert die Arbeiterkammer (AK). Dieser Schritt müsse Vorrang vor Umbauten in der Förderungslandschaft haben. "Ein zuständiges Ministerium für die gesamte österreichische Forschungs- und Technologiepolitik statt politischer Grabenkämpfe um bewährte Förderungsinstitutionen" sowie eine langfristige und zielgerichtete Technologiepolitik stärke die Wettbewerbsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze, betonte Roland Lang, stellvertretender Leiter der AK-Abteilung Wirtschaftspolitik, in einer Aussendung am Freitag.

Das Problem der heimischen Technologiepolitik liege nicht bei den ausgegliederten Förderungseinrichtungen, sondern der unklaren Verteilung der technologiepolitischen Kompetenzen, so Lang. Statt diese zu bündeln, habe sie die Regierung aber auf zumindest drei Ministerien aufgesplittert.

Als "unüberlegten Schnellschuss" bezeichnete Lang die angekündigte Gründung einer Gesellschaft, in die die bisher eigenständigen Förderungsinstitutionen eingebracht werden sollen. Im Sinne einer Optimierung der Förderungslandschaft müsse zunächst das Forschungs- und Technologieförderungssystem mit seinen einzelnen Institutionen evaluiert werden. (APA)

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