Stadler: Ferrero-Waldner soll Botschaft in Bagdad wieder eröffnen

6. September 2002, 14:30
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IRAS-Präsident "in brennender Sorge" um Frieden in Nahost - "Klare Signale" für neue "Friedensinitiative" von Haider

Wien - Volksanwalt Ewald Stadler (F) hat sich in seiner Funktion als Präsident der irakisch-österreichischen Gesellschaft (IRAS) angesichts eines möglichen Militärschlags gegen den Irak "in brennender Sorge um den Frieden im gesamten Nahen Osten und den angrenzenden Regionen" gezeigt. In einer Aussendung forderte Stadler am Freitag Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) auf, im Sinne einer diplomatischen Lösung des Irak-Konflikts die österreichische Botschaft in Bagdad wieder zu öffnen. Er habe auch "klare Signale" aus Bagdad erhalten, die eine "neuerliche Friedensinitiative" des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (F) zur Vermittlung zwischen UNO und dem Irak anregen, so Stadler.

Heftig kritisierte Stadler die "abenteuerlichen Vorwände", die "einseitige US-Kriegsmaßnahmen rechtfertigen sollten". Angesichts der "immer willkürlicheren Kriegseinsätze" der USA seit dem Golfkrieg sei es geboten, sie wieder "in völkerrechtskonforme Mechanismen zurückzuholen". Selbst die Ignorierung der US-Forderung nach sofortiger und bedingungsloser Wiederzulassung der UNO-Waffeninspektoren und der Einhaltung der UNO-Resolutionen durch den Irak kann laut Stadler kein automatischer Kriegsgrund sein. Auch der "engste Nahost-Verbündete der USA" (Israel, Anm.) ignoriere seit Jahrzehnten "sanktionslos" UNO-Resolutionen.

Eine Zulassung der UNO-Waffeninspektoren, die die IRAS "grundsätzlich" begrüßen würde, solle es nur bei Sicherheitsgarantien gegenüber dem Irak und einer verbindlichen Lösung zur Aufhebung der "unmenschlichen Sanktionen" geben. (APA)

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