Europäischer Kongress für Traditionelle Chinesische Medizin

6. September 2002, 14:27
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Wien - 500 Spezialisten werden nächste Woche am zweiten Europäischen Kongress für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) in Wien teilnehmen. Laien und Profis wird bei der von 11. bis 15. September dauernden Veranstaltung etwas geboten, erklärte Organisator und Präsident der TCM-Akademie in Wien, Dr. Andreas Bayer. "Wir wollen die Allgemeinbildung über chinesische Medizin verbessern", sagte er am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Die ersten beiden Tage stehen unter Motto "Medizin aus aller Welt". Die Experten wollen Verbindungen zwischen Schul- und Alternativmedizin herstellen, erklärte Bayer. Wegen der völlig anders gearteten Systematik könne die chinesische Medizin bereits wirksam werden, bevor es gilt, Schäden zu heilen.

Die Fachleute wollen vor allem Laien die Vorteile ihrer Heilungsmethode zeigen. "Die bildhafte Sprache machen Diagnose und Behandlung für den Patienten verständlich", so der Arzt. Unter "Feuer im Magen" können sich Patienten mehr vorstellen, als unter dem Fachbegriff "Gastritis". Das "Feuer löschen" durch richtige Ernährung gelinge dann viel leichter. Bayer: "Im Gegensatz zur Schulmedizin hat bei uns der Arzt die Funktion eines Trainers". Gesund werden muss der Patient.

Anerkennung ...

Kern des zweiten Teiles des Kongresses ist das Thema "TCM auf dem Weg zur Anerkennung". Vertreter von 44 Organisationen aus 14 Ländern werden an diesen Gesprächen teilnehmen. "Der Vorteil der chinesischen Medizin ist, dass es anders als bei der Schulmedizin immer nur eine Diagnose geben kann", erklärte Bayer. Egal, als welchem Fachbereich der Medizin der Arzt stammt, er kann nur zu einem Ergebnis kommen.

Mit dem "Laientag" wird der Kongress schließlich am 15. September zu Ende gehen. Neben Wissenswertem wird aus auch Vorführungen von Shaolin-Mönchen geben. Auch Qi Gong, das Schattenboxen, wird gezeigt. "Ich stelle mir vor, dass auch in Wiener Parks die Menschen zwischen 5.00 und 7.00 Uhr gemeinsam Qi Gong machen", schloss Bayer. (APA)

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