O'Neill ruft zu neuer Phase im Kampf gegen Terror-Finanzierung auf

6. September 2002, 14:24
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APEC-Finanzminister beraten Aktionsplan

Los Cabos - US-Finanzminister Paul O'Neill hat zu einer neuen Phase im Kampf gegen die Finanzierung des internationalen Terrorismus aufgerufen. Über die bisherige Sperre von Bankkonten hinaus müssten auch die Finanzströme über "informelle Kanäle" blockiert werden, sagte O'Neill bei einem Treffen der Finanzminister des Asien-Pazifikforums (APEC) am Donnerstag im mexikanischen Los Cabos.

Dazu gehöre beispielsweise eine verstärkte Überwachung von islamischen Wohltätigkeits-Organisationen. O'Neill rief die Minister dazu auf, einen Aktionsplan gegen die Terror-Finanzierung zu entwickeln. Darüber sollen dann die APEC-Staatschefs bei ihrem Treffen Ende Oktober beraten.

Im Entwurf für den Aktionsplan gegen die Terrorfinanzierung heißt es weiter, auch die Geldströme, die ausländische Arbeitnehmer über meist informelle Netze in ihre Heimatländer transferierten, müssen verstärkt überwacht werden. Zudem sollten die rechtlichen Möglichkeiten zum Einfrieren von verdächtigen Konten besser ausgeschöpft und die Zusammenarbeit zwischen staatlicher und privater Finanzkontrolle verbessert werden. O'Neill verwies auf die bisherigen Erfolge: Seit den Anschlägen vom 11. September seien Geldvermögen im Wert von 115 Mill. Dollar (115,3 Mill. Euro) blockiert und zahlreiche Bankkonten von 210 mutmaßlichen Terroristen und ihren Unterstützern gesperrt worden.

Experten der UNO hatten in der vergangenen Woche festgestellt, dass die Terrororganisation El Kaida noch immer Zugang zu beträchtlichen Geldreserven habe. "Unser Erfolg wird nicht allein am Volumen der gesperrten Dollars bemessen", sagte O-Neill dazu.(APA)

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