Wien hat die stärkste Kaufkraft in Österreich

6. September 2002, 16:31
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Die Bundeshauptstadt liegt mit 13,6 Prozent über dem Landesdurchschnitt - Kärnten und Steiermark sind Schlusslichter

Wien - Die Kaufkraft in Österreichs Hauptstadt ist im Jahr 2001 wieder gestiegen. Wie aus einer aktuellen Analyse von RegioPlan Consulting hervorgeht, stieg der Indexwert für Wien im Vergleich zum Jahr davor um 2,5 Punkte auf 113,6 Punkte. Damit verzeichneten die Wiener eine bessere Einkommensentwicklung als der Durchschnitt der Österreicher (Österreich-Schnitt 2001 = 100) und haben rund 13,6 Prozent mehr Geld zur Verfügung. Im Vergleich mit den übrigen Bundesländern liegt Wien weiter mit Abstand an erster Stelle, Schlusslichter bei der Kaufkraft sind Kärnten inklusive Osttirol (92,0 Punkte) und die Steiermark (93,1 Punkte).

Kaufkräftigstes Klientel in Wien: im 1.,13.,14. und 9. Bezirk

Doch auch in Wien selbst gibt es enorme Unterschiede zwischen den Bezirken. Über die höchste potenzielle Kaufkraft - gemessen am durchschnittlichen Einkommen aus Arbeit, aus Kapitalanlagen und aus Transferzahlungen je Einwohner - verfügen die wenigen Einwohner des 1. Bezirks mit 267 Indexpunkten, gefolgt von den Bewohnern des 13., 14. und 9. Bezirks. Im Schnitt liegen deren Einkommen um ein Drittel über dem Österreichmittel.

Kaufärmste Bezirke - Fürstenfeld, Feldbach und Schärding

Die "ärmsten" Bezirke in Österreich sind laut RegioPlan Feldbach (76,4 Punkte) und Fürstenfeld (76,8 Punkte) in der Steiermark und Schärding (78,5 Punkte) in Oberösterreich.

Am zweiten Platz: Niederösterreich

Im Bundesländervergleich lag Niederösterreich 2001 auf Platz 2 mit 102 Indexpunkten, vor Salzburg mit 101 und Vorarlberg mit 97 Punkten. Die Kaufkraftkennzahlen der übrigen Bundesländer: Oberösterreich (96,5 Punkte), Tirol (93,6 Punkte) und Burgenland (93,6 Punkte). Das östlichste Bundesland war 1994 noch um fast 16 Prozent hinter dem damaligen Österreichschnitt gegeben, jetzt sind es nur noch rund 6 Prozent.

Insgesamt zeigt sich, dass sich der Unterschied in der Kaufkraft zwischen dem reichsten und dem ärmsten Bundesland innerhalb der vergangene 10 Jahre von damals über 30 Indexpunkten auf jetzt 21,6 Punkte verringert hat. (APA)

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